Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung

Energetisch sanieren – rechnet sich das denn? Wirtschaftlichkeitsrechnungen sind gemeinhin kompliziert und subjektiv eingefärbt. Es gibt eine Reihe von Fehlannahmen, mit denen sich Effizienzmaßnahmen – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – „schlechtrechnen“ lassen. Dazu zählen beispielsweise zu gering angesetzte Energiepreise, zu hohe Zinserwartungen, ein übertrieben kurzer Betrachtungszeitraum oder die Wahl falscher Kenngrößen bei Maßnahmenvergleichen.

Wer eine energetische Sanierung in Erwägung zieht, sollte zuallererst folgendes bedenken: Die meisten Maßnahmen „rechnen“ sich erst nach langen Zeiträumen von 25, 30 oder mehr Jahren. Wenn eine finanzielle Förderung durch KfW-Programme in Anspruch genommen wird, verkürzt sich die Amortisationsdauer von Investitionen in die energetische Sanierung aber erheblich. Mit der Zinsverbilligung und den Zuschüssen, die der Bund finanziert, amortisiert sich eine energetische Sanierung dann oft schon in weniger als 20 Jahren. Außerdem steigen der Wert des Hauses und der Wohnkomfort. Und nicht zuletzt tun Sie etwas für den Schutz der Umwelt.

In der Regel lohnen sich energetische Sanierungsmaßnahmen vor allem dann, wenn eine Sanierung ohnehin durchgeführt werden muss und die Energiesparmaßnahmen daran gekoppelt werden. So ist es zum Beispiel wirtschaftlich, wenn bei einer ohnehin anstehenden Sanierung der Außenfassade gleichzeitig eine Wärmedämmung nach den KfW-Mindestanforderungen angebracht wird. 

Um im Einzelfall für ein Wohngebäude festzustellen, welche Energiesparmaßnahmen wirtschaftlich durchgeführt werden können, ist eine einzelfallbezogene Analyse und Beratung durch einen Sachverständigen erforderlich. Die Einbindung eines Energieberaters ist deshalb bei der KfW-Förderung immer vorgeschrieben.

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