Kamine, Öfen, Kessel

Kamine, Kamin- und Kachelöfen und Holzöfen können unterschiedlich für die Beheizung eines Hauses eingesetzt werden.

Holzöfen eignen sich weniger zum Beheizen einer ganzen Wohnung oder eines Hauses, sondern eher als Unterstützung für einzelne Räume.

Während Kamine in der Regel in eine Wand eingelassen sind, stehen Kaminöfen häufig im Raum. Offene Kamine haben oft einen Wirkungsgrad von unter 10 Prozent. Geschlossene Kamine hingegen, mit einer Glasscheibe davor und einer Heizkassette können Wirkungsgrade von 60 Prozent erreichen. Kaminöfen und Kachelöfen erreichen Wirkungsgrade von bis zu 80 Prozent. Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) regelt die Anforderungen an kleine und mittlere Feuerungsanlagen wie Kamine, Kachelöfen etc..

Oft werden Öfen in minderer Qualität oder falscher Größe verkauft. Diese sind oft undicht oder verschmutzten. Ein Ofen sollte immer mit voller Leistung betrieben werden. Räume in gut gedämmten Häusern werden deshalb schnell überhitzt.

Erfahrene Fachhandwerker und der Energieberater geben Auskunft, ob und inwieweit ein Holzofen geeignet ist.

Einsatzbereiche und Funktionsweisen von Holzöfen mit HeizwasseranschlussDetails

Durch die gestiegenen Brennstoffkosten wächst die Nachfrage nach Kamin- und Kachelöfen mit Wasser-Wärmetauschern, den sogenannten Wassertaschen. Die Wassertasche liegt nicht sichtbar im Innenraum des Ofens. Dieser Behälter wird an einen Heizwasserkreislauf angeschlossen. Wird der Ofen befeuert, heizt sich das Wasser im Behälter auf und der Wasserkreislauf befördert die Wärme in einen Wärmespeicher im Keller.

Erforderlich ist eine entsprechende Regelung. Die Regelung heizt den Wärmetauscher über eine Rücklaufbeimischung vor und lässt das Abgas des Holzofens erst dann am Wärmetauscher vorbei, wenn es über eine entsprechende Temperatur verfügt. Ohne gut funktionierende Regelung kann der Wärmetauscher mit Ruß und Staub verstopfen, so dass er oft gereinigt werden muss.

Bei der Verwendung eines Pufferspeichers kann der Holzofen auch mit Solarthermie kombiniert werden. Im Sommer muss der Holzofen dann nicht zum Heizen des Wassers genutzt werden. Das ist der Fall, wenn der Holzofen die einzige Wärmequelle ist. Grundsätzlich gilt: Wenn der Holzofen selten genutzt wird – zum Beispiel nur einmal die Woche für ein paar Stunden - ist ein Heizwasseranschluss nicht wirtschaftlich.

Der Einbau eines wasserführenden Kaminofens ist theoretisch immer möglich, wenn:

  • das Zentralheizungs-Rohrnetz sich im Aufstellraum des Kaminofens befindet,
  • ein Pufferspeicher vorhanden ist,
  • ein Schornstein vorhanden ist, der für eine Mehrfachbelegung (Öl/Gas, Holz) geeignet ist.

Zusätzlich zur reinen Anschaffung entstehen Anschlusskosten an die Zentralheizung. Diese können stark variieren. Besonders günstig ist es, wenn der Standraum des Ofens bereits an das Zentralheizungsnetz angeschlossen ist.

Einige Kaminöfen verbrennen Holzpellets oder Scheitholz. Einige Scheitholz-Kaminöfen haben Vorratsbehälter und lassen sich per Timer, Fernbedienung oder Smartphone steuern.

Vorhandene Kamine lassen sich oft zu einem wasserführenden Kaminofen umrüsten. Dafür sind entsprechende Aufsätze erhältlich.

Wasserführende Kaminöfen sind auch für Niedrigenergiehäuser  interessant, da die Öfen nur einen kleinen Teil der direkten Wärme an die Umgebung abgeben und den Raum nicht überhitzen.

Vor- und Nachteile von Holzöfen mit HeizwasseranschlussDetails

Vorteile

  • als Pelletheizungen sind Kaminöfen förderfähig
  • wasserführende Kaminöfen können zum Beispiel in Niedrigenergiehäusern als alleinige Heizung zum Einsatz kommen
  • Ersparnis bei den Heizkosten, da im Aufstellraum über einen Wärmetauscher auch das Wasser für das Heizungssystem erhitzt wird
  • Kamin- und Kachelöfen tragen zu einem schönen Wohnambiente bei

Nachteile

  • Zugang zum zentralen Heizungssystem muss im Aufstellraum gewährleistet sein
  • ggf. umfangreiche Umbaumaßnahmen für den Wasseranschluss an die Heizung
  • im Vorfeld die richtige Standortwahl treffen und die Statik berücksichtigen
Förderung von Holzöfen mit HeizwasseranschlussDetails

Der Kaminofen als solcher wird nicht vom BAFA gefördert. Allerdings werden wasserführende Kaminöfen, die Pellets als Brennstoff nutzen, gefördert.
Wenn die Anforderungen der  BAFA erfüllt sind, ergeben sich folgende Werte für die Förderung:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/biomasse/basis_und_zusatzfoerderung/index.html

Um die Förderung zu erhalten, muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Die Kaminofen-Förderung wird als Investitionszuschuss vergeben und muss nicht zurückgezahlt werden.

Förderungen über die KfW-Bankengruppe sind nur indirekt möglich. Wird durch den Einsatz eines wasserführenden Kaminofens ein angestrebter Effizienzstandard erreicht, erhält man vergünstigte Darlehen. Es gibt jedoch keine direkte Förderung des Kaminofens als solchem.

Drucken Drucken
 



Moderniserungsplaner