Kernsanierung Einfamilienhaus
in Menslage zu KfW 55

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Haustyp:  Einfamilienwohnhaus – KfW-Effizienzhaus 55 Baujahr:  ca. 1960 Sanierungsjahr:  2016 Kosten:  siehe unten

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Objekt

Das Wohnhaus der Familie M. liegt im Außenbereich der Gemeinde Menslage und hat eine Wohnfläche von rund 150 m², die sich auf ein Vollgeschoss und ein Dachgeschoss erstreckt. Auf dem weitläufigen Grundstück befinden sich außerdem ein Nebengebäude mit Garagen sowie ein Schuppen.

Ausgangslage

Das Gebäude wurde ca. im Jahr 1960 erbaut. In den achtziger Jahren wurden einige Sanierungsmaßnahmen, wie neue Fenster, neue Gas-Heizung und die Dämmung des Daches durchgeführt. Familie M. kaufte das Haus im Jahr 2015.

Vor den eigentlichen Sanierungsmaßnahmen wurde zunächst eine Energieberatung durchgeführt. Von dieser Basis wurden die energetischen Maßnahmen abgeleitet, die in ein umfassendes Sanierungskonzept einflossen. Zielvorgabe war es, mindestens einen KfW-Effizienzhausstandard 70 zu erreichen - es wurde dann sogar ein Effizienhaus 55 erreicht. Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

Fassade 18 cm Wärmedämmverbundsystem
Dach Neue Dachdeckung mit 12 cm PUR-Aufsparrendämmung
Türen, Fenster Neue Fenster mit 3-fach-Verglasung, neue Haustür, 2 Aufsatzrollläden
Kellerdecke / Boden zu Erdreich Komplett neuer Bodenaufbau im EG mit 6 cm PUR-Dämmung, Estrich und Bodenbelag
Heizung Holzvergaserkessel (Scheitholz) mit ca. 3000 Liter Pufferspeicher
Solarthermie Einbau einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung wird später realisiert. Größe steht noch nicht fest.

„Uns war es sehr wichtig, dass wir mit den geplanten Maßnahmen ein hohes Maß an Energieeffizienz zu einem vernünftigen Preis erreichen.“

Motivation

Bereits beim Kauf stand fest, dass am Gebäude eine umfassende Sanierung durchgeführt werden muss. Die geplanten Maßnahmen wurden mit einem besonderen Augenmerk auf ein in sich stimmiges energetisches Konzept erstellt, welches nicht nur dem heutigen Standard entspricht, sondern das Gebäude auch für die nächsten Jahrzehnte auf ein sehr gutes energetisches Niveau bringt.

Eine größere Herausforderung stellte die Nutzung von erneuerbaren Energien dar, da das Gebäude für die Nutzung von Solarthermie falsch ausgerichtet war – der Einbau einer Solaranlage ist aber trotzdem möglich. Der neue Holzvergaserkessel und der Pufferspeicher wurden aufgrund von eindringender Feuchtigkeit nicht mehr im Keller sondern im Nebengebäude untergebracht. Hierfür war eine Nahwärmeleitung notwendig, die vom Neben- zum Hauptbegäude führt. Die Solaranlage soll später
ebenfalls am Nebengebäude angebracht werden.

„Wir haben uns bewusst für dieses Objekt entschieden, da es hier keine bereits durchgeführten Teilmaßnahmen gab, auf die wir in unserem neuen Konzept Rücksicht nehmen mussten.“

Neben den energetischen Sanierungsarbeiten wurde im Erdgeschoss auch die Raumaufteilung angepasst und ein altersgerechtes Bad mit ausreichend Bewegungsfläche und einer bodengleichen Dusche eingebaut. Außerdem wurde eine komplette Kernsanierung durchgeführt (Heizung, Wasser/Abwasser, Elektro), um das Gebäude auf den aktuellen technischen Stand zu bringen.

Kosten, Fördermittel

Die nachfolgend aufgelisteten Kosten zeigen einen Auszug der wichtigsten Maßnahmen:

FassadeWärmedämmverbundsystem: ca. 115,- EUR* pro qm Wandfläche (ohne Gerüst)
Dachca. 180,- EUR* pro qm Dachfläche (ohne Gerüst)
Türen, Fensterca. 460,- EUR* pro qm Fenster- und Türfläche incl. 2 Rollläden
Kellerdecke / Boden zu Erdreichca. 50,-* pro qm Dämmung incl. Abdichtung und Estrich

* Kosten inklusive Einbau und Mehrwertsteuer

Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen wurden folgende Förderprogramme genutzt:

KfW Energieeffizient Sanieren, Investitionszuschuss 430
KfW Baubegleitung, Investitionszuschuss 431
KfW Altersgerecht Umbauen, Investitionszuschuss 455
BAFA Heizen mit erneuerbaren Energien, Innovations- und Zusatzförderung

Bewertung

„Durch das im Vorfeld erstellte energetische Sanierungskonzept wurden alle Aspekte berücksichtigt, die für uns wichtig waren, und wir konnten so die geplanten Maßnahmen zu einem in sich stimmigen Gesamtkonzept vereinigen“, berichten die Bauherren. Gleichzeitig erleichterte das Gesamtkonzept die Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachfirmen und sorgte dafür, dass die Abläufe reibungslos stattfinden konnten.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da unser Haus nun fit für die nächsten Jahrzehnte ist.“

Die energetische Sanierung sorgt nicht nur für einen massiv reduzierten Primärenergiebedarf; vielmehr wurde dadurch auch das subjektive Empfinden deutlich verbessert, da die Oberflächen der Räume nun nicht mehr so kühl sind, was sich gerade in den Wintermonaten deutlich bemerkbar macht.

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Moderniserungsplaner